Trinkwasserhygiene: Trinkwasserqualität sichern

trinkwasser

Trinkwasser und Trinkwasserhygiene:
Die Leistungen für öffentliche, gewerbliche und private Kunden

  • Beraten, Planen und Bauen für Unternehmen der Wasserversorgung:
    z.B. Bau und Betrieb von Brunnen, Behältersanierungen, Austausch oder Neubau von Wasserleitungen
  • Unterstützen beim Betrieb von Großanlagen: Industrie- bzw. Fertigungsgebäude, Hotels, Krankenhäusern, Kurkliniken, Altersheimen, Wohnanlagen, etc.
  • Probenahme von Trinkwasser für die Untersuchung der Mikrobiologie und Parameter der Wasserchemie
  • Erstellen von Gefährdungsanalysen bei Überschreitung des technischen Maßnahmewertes für Legionellen
  • Planen hygienischer Lösungen in Trinkwasser-Installationen, auch in Kleinanlagen wie Ein- und Zweifamilienhäusern
  • Beraten zur Trinkwasserqualität, Wassergebrauch, richtigen Temperaturen des Trinkwassers (Kaltwasser und Warmwasser), sowie Zapfstellen-Inflation siehe Beispiel "Vergleich der Zapfstellen für Trinkwasser"
  • Ziel der Trinkwasserhygiene: Vermeiden von Verkeimungen des Trinkwassers mit Bakterien, z.B. Pseudomonas aeruginosa und Legionellen
waschbecken
Waschbecken sauber, Trinkwasserleitung verkeimt

Die Aufgaben in Sachen Trinkwasserhygiene

  • Sichern der guten Wasserqualität: Frisches Trinkwasser für Essen, Trinken und Duschen
  • Vorbeugen und Bekämpfen von LegionellenJ: Keine durch Duschen verursachte Lungenentzündungen und Folgeschäden
  • Aufzeigen der Möglichkeiten für die Warmwasserbereitung: Immer ausreichend heiß und damit sicher!
  • Vermeiden und Erkennen von Verkeimungsgefahren: Faktische und tatsächliche Totleitungen und Leitungen für Löschwasser
  • Professionelles Planen und Errichten von Zisternen: Hygienisch sicheres Nutzen von Regenwasser per Hauswasserwerk
  • Erkennen der Gefahren für Trinkwasser durch feste Verbindungen mit Heizung oder gar Abwasser
  • Ausschließen der wasserchemischen Risiken durch Blei und andere Schwermetalle

Als zertifizierter Probenehmer für Trinkwasser entnehme ich Wasserproben aus dem Leitungsnetz gemäß der Trinkwasserverordnung. Diese Proben des Trinkwassers werden in akkreditierten Laboren untersucht für:

  • Wasserversorger
  • Eigentümer
  • Hausverwaltungen
  • Architektur- und Ingenieurbüros

Je nach Zweck der Probenahme werden die Proben des Trinkwassers in Sachen Mikrobiologie (z.B. wegen Legionellen) und Wasserchemie (u.a. auf Schwermetalle) labortechnisch untersucht.

Durch meine Qualifikation nach VDI 6023 und der aktuellen VDI / DVGW 6023 (Hygienebewusste Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasseranlagen) berate und plane ich für Sie situationsgerecht und herstellerunabhängig.

Hygienische Risiken lassen sich durch Kontrolle und Beratung, z. B. bei der Nutzung von Regenwasser per Hauswasserwerk leicht vermeiden. Bei der Nutzung von Trinkwasser können Sie einige Risiken und Mängel sogar selbst sofort beheben, um z.B. Legionellen vorzubeugen.

Gerne berate ich Sie zu Ihrer Frage zum Trinkwasser: 06341 / 5562975

Legionellen, Pseudomonas aeruginosa und weitere Verkeimungen

"So duschen Sie angstfrei!" Gemäß diesem Motto prüfe ich, ob in der Trinkwasser-Installation richtige Temperaturen bei Kaltwasser und Warmwasser herrschen, und die Nutzer ohne Legionellen und Co. duschen und somit gesund bleiben.

Aufgrund der Zapfstellen-Inflation (siehe Beispiel "Vergleich der Zapfstellen für Trinkwasser" ) werden viele Wasseranschlüsse zu selten oder gar nicht benutzt.

Auch dadurch können riskante Wassertemperaturen beim Trinkwasser entstehen, die Verkeimungen mit Legionellen und anderen Bakterien fördern: Nicht nur im Warmwasser, sondern auch im Kaltwasser.
Das Warmwasser wird zu kalt, das Kaltwasser zu warm. Aufgrund der falschen Temperaturen verkeimt das Trinkwasser. Diese Verkeimung kann sich in der Trinkwasser-Installation auch entgegen der Fließrichtung in der kompletten Hausinstallation verteilen.

Dies birgt erhebliche hygienische und somit gesundheitliche Risiken. Bakterien (z. B. Legionellen oder Pseudomonas aeruginosa) verbreiten sich über die gesamte Trinkwasser-Hausinstallation. Beim Duschen entstehen sogenannte Aerosole, die beim Einatmen und über die Lunge zur tödlichen Gefahr werden können.

Die berüchtigten Legionellen verursachen beim Duschen das Pontiac-Fieber oder die eventuell tödliche Legionellose.

Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen beginnt ein grippeähnlicher Krankheitsverlauf, häufig überraschend aus völligem Wohlsein heraus. Zu Beginn treten Husten, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Diese werden innerhalb von Stunden von Schüttelfrost und Fieber begleitet, möglicherweise mit Verwirrtheitszuständen und Erbrechen. Dieses sogenannte Pontiac-Fieber lässt sich mittels Antibiotikum binnen Tagen folgenlos überstehen.

Die Legionellose, auch „Legionärskrankheit” genannt, ist eine schwere Lungenentzündung, oft mit bleibenden Lungenschädigungen. Die Todesrate liegt bei ca. 20 Prozent, bei vorerkrankten Patienten bei bis zu 70 Prozent.

Mediziner und Mikrobiologen vermuten, dass in Deutschland jährlich rund 6.000 Menschen aufgrund von Legionellosen sterben. Das sind deutlich mehr als im Straßenverkehr (ca. 3.500 bis 4.000 Verkehrstote im Jahr), oder durch Brände (etwa 520 Opfer pro Jahr).

Die Erkrankungen betreffen beide Geschlechter und alle Altersklassen.

Vergleichen Sie den Aufwand für Sicherheit im Straßenverkehr oder beim häuslichen Brandschutz (Einführungspflicht von Rauchmeldern) mit den Maßnahmen gegen Legionellen im Trinkwasser.

Legionellen und Pseudomonas aeruginosa benötigen nahezu identische Wachstumsbedingungen. Fazit:
Wenn Kaltwasser zu warm bzw. Warmwasser zu kalt wird, oder die Leitungswege im Haus zu lang sind (siehe Beispiel "Zapfstellen-Inflation"), oder der bestimmungsgemäße Betrieb an jeder Zapfstelle (alle 72 Stunden) nicht gewährleistet ist, kann Ihr Trinkwasser verkeimen.

 

Trinkwasser – Fakten und Kosten

Jeder von uns braucht täglich 124 Liter Trinkwasser.
Davon werden jedoch nur ca. 8 Liter für Trinken und Kochen verwendet.

Trinkwasser und Mineralwasser – Wasserpreise im Vergleich

Wasser ist unser Lebensmittel Nummer 1 und wird um den Faktor 20 schärfer überwacht wie Mineralwasser, das sogenannte Tafelwasser.
Der Grund ist, dass Trinkwasser der Trinkwasserverordnung unterliegt.
Für Mineralwasser gilt „nur” Lebensmittelrecht, die Tafelwasserverordnung.

Trinken Sie bisher Trinkwasser oder Mineralwasser?
Wenn Sie täglich 1 Liter Wasser trinken und ein günstiger Kasten (9 Liter) "nur" 3 Euro kostet, so sparen Sie bereits 120 Euro in jedem Jahr, in dem Sie künftig Trinkwasser, also Leitungswasser trinken.
Denn im Bundesdurchschnitt erhalten Sie über 5 Liter Trinkwasser bereits für 1 Cent.
Ganz ohne Kisten zu schleppen, direkt aus Ihrem Wasserhahn.
Ja, Sie lesen richtig: Ein Liter Trinkwasser kostet 0,2 Cent.

Im deutschen Schnitt beträgt das Entgelt für 1 m³ bzw. 1.000 Liter Trinkwasser 1,69 €.

Da Sie gleichzeitig beim Zapfen von Trinkwasser Gebühren für Abwasser von 2,58 € / m³ bezahlen, kosten 1.000 Liter also 4,27 €.

Große Hersteller von Tafelwasser füllen Trinkwasser ab und versetzen es mit Kohlensäure.

Trinkwasser aus der Leitung ist unbedenklicher, frischer, hygienischer und gesünder für Ihren Körper! (Stichwort: Hormone aus Plastikflaschen)

Fazit: Gekauftes Flaschenwasser ist etwa 100 mal teurer als Trinkwasser aus Ihrer Leitung.

 

Trinkwasser – das Getränk

Die Wasserversorger liefern uns zu fast 100 Prozent sauberes und erfrischendes Leitungswasser.
Probleme mit der Wasserqualität entstehen überwiegend erst im Gebäude selbst. Also nach der Wasseruhr und damit sind Vermieter und Mieter verantwortlich.

Wie lange würden Sie ein Glas Trinkwasser trinken, das Sie frisch aus dem Wasserhahn gezapft haben:

  • 1 Stunde?
  • 5 Stunden?
  • 10 Stunden?
  • Tage?
  • Wochen?
  • Monate?

Mal ehrlich: Wie lange hat das Trinkwasser ungenutzt (zumindest teilweise, oder urlaubsbedingt, oder durch Immobilien-Leerstand) in Ihren Wasserleitungen gestanden?

Das stagnierende Trinkwasser in der Leitung nimmt trotz Isolierung die Umgebungs-Temperatur an. Diese Temperaturen sind für das Warmwasser zu kalt und für das Kaltwasser zu warm:
Die Mikrobiologie kommt ab ca. 12 °C in Gang.

Zur Erinnerung:
Die Wasserversorger liefern uns frisches Trinkwasser in bester Qualität und unschlagbar preiswert in unsere Häuser.

Es kommt darauf an, was wir mit dem Leitungswasser wie lange nicht machen!

In einer vorhandenen Installation für Trinkwasser können Sie nicht allzu viel Trinkwasser sparen.

Das Beseitigen von Verkeimungen aufgrund von nicht fließendem Trinkwasser ist viel teurer!

Fazit:
Trinkwasser muss regelmäßig fließen!
Laut den allgemein anerkannten Regeln der Technik müssen das Kaltwasser und das Warmwasser alle 72 Stunden an jeder Zapfstelle genutzt werden. Nur durch fließendes Trinkwasser wird der bestimmungsgemäße Betrieb eingehalten.

Leitungswasser – der Weg des Trinkwassers im Haus

Woher kommen unsere hausgemachten Schwierigkeiten in der Trinkwasserhygiene?
Es gibt immer mehr Zapfstellen, also Wasseranschlüsse für:

  • Wasserhahn
  • Dusche und separate Badewanne
  • WC und Bidet
  • Spülmaschine
  • Waschmaschine
  • Kaffeemaschine
  • Kühlschrank (mit integrierter Eiswürfel-Produktion)

Dies erfordert immer längere Leitungsstrecken für das Trinkwasser in der Hausinstallation. Dadurch können oftmals die notwendigen Wassertemperaturen nicht eingehalten werden, um einer Verkeimung (z.B. Legionellen) entgegen zu wirken (siehe die folgenden Beispiele). Auch in sehr kurzen, nicht oder nur selten genutzten Wasserleitungen mit einer Länge von z.B. 10 cm verkeimt das Trinkwasser.

 

Beispiel – Inflation der Zapfstellen für Trinkwasser in Einfamilienhäusern

Siedlungshäuser, die in den 1930-er Jahren erbaut wurden, wiesen oft nur 5 Zapfstellen auf:

1. Küche: Spüle
2. Bad: Badewanne
3. Bad: Toilette
4. Bad: Waschbecken
5. Waschküche: Wasserhahn

Aus Gründen des Frostschutzes war die Zapfstelle in der Waschküche meistens der einzige „Außenwasseranschluss”.

Die von mir begangenen Einfamilienhäuser weisen durchschnittlich 11 und 14 Zapfstellen auf. Die Zahl der Anschlüsse für Trinkwasser schwankte nur wegen der Trinkwasser-Installationen im Bad.

Und ich rede hier noch nicht von den immer mehr in Mode kommenden vollwertigen Zweitbädern.

1. Küche: Spüle
2. Küche: Wasseranschluss für Spülmaschine
3. Gästetoilette: Toilette
4. Gästetoilette: Waschbecken
5. Bad: Badewanne
6. Bad: Dusche (separat)
7. Bad: Toilette
8. Bad: Bidet
9. Bad: Waschbecken 1
10. Bad: Waschbecken 2
11. Keller: Waschbecken
12. Keller: Wasseranschluss für Waschmaschine
13. Garage: Wasserhahn
14. Garten: Wasserhahn
Trinkwasser – Erkannte Probleme lösen und so Risiken vermeiden
  • Fragen Sie sich jetzt auch, ob Sie Ihrem Trinkwasser bzw. den Wasserleitungen in Ihrem Haus trauen können?
  • Duschen Sie angstfrei ohne Legionellen?
  • Kommt das Warmwasser mit mindestens 55 Grad (besser 60 Grad) aus jedem Wasserhahn?
    (Vorsicht beim Messen: Verbrühungsgefahr)
  • Ist Ihr Kaltwasser kälter als 20 Grad?
  • Sind Ihre Wasserleitungen (kalt und warm) lückenlos isoliert?
  • Genießen Sie Ihr Trinkwasser ohne Schwermetalle wie Blei, Kupfer, Zink?

Überlegen Sie:
  • Ihr Auto wird im Schnitt weniger als 1 Stunde am Tag genutzt, im Jahr also weniger als 365 Stunden.
    Was kosten Sie die jährlichen Inspektionen?
  • Ihre Trinkwasser-Installation wird im Jahr 8.760 Stunden genutzt.
    Wieviele Jahre schon störungsfrei und oft komplett ohne eine Wartung?
  • Eine Vorort-Beratung in Ihrem Haus mit Wasserproben ist ab 270 Euro durchführbar.
  • Ein 2-Personen-Haushalt kann mit dem Genießen von Trinkwasser 240 Euro pro Jahr sparen
    (siehe Trinkwasser und Mineralwasser - Wasserpreise im Vergleich).
  • Nach etwa einem Jahr rechnet sich für Sie meine Beratung, wenn Sie statt Mineralwasser nun Trinkwasser genießen.
  • Gleichzeitig bekommen Sie weitere wertvolle und individuelle Tipps im Umgang mit Ihrem Trinkwasser.

Wir begehen gemeinsam Ihr Gebäude. Dabei analysiere und beurteile ich für Sie die einzelnen Zapfstellen, oder noch vor Bau der Immobilie anhand der Pläne.
Verkeimungen lassen sich so vermeiden oder beseitigen. Sind Verkeimungen (z. B. Legionellen) vorhanden, suchen wir alle Zapfstellen und spülen diese ausgiebig. Nur nach Erfordernis, also im Ausnahmefall, schließt sich eine thermische oder chemische Desinfektion an.

Trinkwasserleitungen in Großanlagen: Industrie und Wohnanlagen, Kliniken, Altersheime usw.

Trotz speziell abgestelltem Personal zur Wartung und dem Betrieb einer Wasseranlage, wird die Trinkwasserhygiene oft vernachlässigt. Zur Sensibilisierung und Wissensvermittlung schule ich das Personal vor Ort.

Trinkwasserhygiene – Technische Regelwerke

Untenstehend finden Sie einen Auszug der technischen Regeln

Für die Trinkwasserhygiene in Gebäuden

  • DVGW W 551
    Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungen (u.a. Maßnahmen zur Verminderung des Legionellen-Wachstums)
  • DVGW W 557
    Reinigung und Desinfektion von Trinkwasser-Installationen
  • DIN EN 806
    Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen
  • DIN 1988
    Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen
  • DIN EN 1717
    Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen
  • VDI-DVGW 6023
    Hygienebewusste Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasseranlagen